Die Temperaturen hatten sich glücklicherweise wieder abgekühlt als sich knapp 20 Mitglieder vom Hildesheimer Imkerverein am 16. August 2025 zum Ausflug ins Wisentgehege in Springe trafen.

Nachdem alle angekommen waren wurden wir von Frau Irmgard Hennig begrüßt. Die Leitung des Tierparks liegt seit 50 Jahren in der Hand ihrer Familie. Nach einem kurzen Überblick an der Schautafel führte sie uns durch den Park.

Los ging es bei den Wildpferden. Sie erzählte uns von den Unterschieden der Przewalski-Pferde zu den Hauspferden. So besitzen Przewalski-Pferde eine Stehmähne, einen dunklen Aalstrich auf dem Rücken und ein helles Maul.  Sie haben Einschlag von domestizierten Pferden, was bei dem Zuchtprogramm berücksichtigt werden muss.

Weiter ging es an den Frettchen, Waschbären und Wildkatzen vorbei zu dem Braunbären und Europäischen Wölfen, die sich ein Gehege teilen. Frau Hennig erzählte einiges über das Wolfsrudel, ihr Verhalten und natürlich auch über die Problematik mit freilebenden Wölfen, deren Population in Niedersachsen bereits 56 Rudel beträgt.

Nachdem wir die Wildschweine und Hausziegen hinter uns gelassen hatten kamen wir endlich zu den schwergewichtigen Wisenten.  Sie hielten viel Abstand zu uns. Dennoch war die Herde sehr beeindruckend. 50 Tiere hält das Wisentgehege derzeit. Jede Geburt und jeder Todesfall werden für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) nach Polen gemeldet.

Auf dem Falkenhof wurde uns dann noch der Sakerfalke vorgestellt. Er zählt zu den größten unter den heimischen Falken.

Allmählich knurrten nicht nur die Wölfe, sondern auch unsere Mägen. Es war Zeit für eine Pause. Wir verabschiedeten und bedankten uns bei Frau Hennig und ließen uns einen Imbiss im Biergarten des Café Wild schmecken.

Nachdem alle gestärkt waren sollte es zu unserer letzten Etappe weitergehen. Wir fuhren 12 km weiter und besuchten die Gärtnerei Immengarten Bernhard Jaesch. Es gab eine Menge an bienenfreundlichen Pflanzen zu sehen. Herr Jaesch erzählte einige Anekdoten und beantwortete die Fragen der Imker. Sehr beliebt war das Thema Bienenbaum. Der Bienenbaum ist bei den Imkern als späte Trachtpflanze sehr beliebt, da er im Spätsommer blüht und Futter für die Bienen bereithält. Als sich alle mit Pflanzen eingedeckt hatten ging es dann am späten Nachmittag wieder zurück.

Die Biene stand zwar bei diesem Ausflug nicht im Mittelpunkt, doch dafür gab es jede Menge Spaß, frische Luft und viel Interessantes über die heimischen Wildtiere zu erfahren.

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